Schwedischer Anbieter, der das Robotergesicht projiziert statt es zu bewegen
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Stockholm
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Furhat Robotics entstand 2014 als Spin-off der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm. Der gleichnamige Kopf ist heute die Standardplattform in der Forschung zur Mensch-Roboter-Interaktion und steht an Universitäten in aller Welt.
Der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Anbietern: Im Gesicht sitzt kein einziger Aktuator, stattdessen wird das Gesicht von innen auf eine durchscheinende Maske projiziert. Bewegt wird nur der Hals mit drei Freiheitsgraden. Das Gerät wiegt 3,5 Kilogramm, misst 41 Zentimeter und projiziert mit einer DLP-Einheit von Texas Instruments. Zur Wahrnehmung gehören eine Weitwinkelkamera und ein Mikrofonarray, das bis fünf Meter hört. FurhatOS beherrscht 120 Sprachen und verfolgt bis zu zehn Personen gleichzeitig.
Der Vorteil der Projektion liegt in der Forschung: Hautfarbe, Alter, Geschlecht und Augenform lassen sich per Software ändern, ohne die Hardware anzufassen. Für Studien über Wahrnehmung und Vorurteile ist das kaum zu ersetzen. Furhat nennt seine Preise offen, 35 000 US-Dollar für die Standardversion und 55 000 für Premium, was in dieser Branche die Ausnahme ist.
Furhat
Projektionskopf · Forschung und Lehre
Gründung als Spin-off der KTH Stockholm.
Kein Vertriebspartner in der Schweiz bekannt. Der Verkauf läuft direkt über den Hersteller in Schweden, die Preise sind offen ausgewiesen.